Das war der Fasching 2019

30 Akteure brachten den Saal auf Stahfast zum Kochen

Elisabeth Ganseforth berichtet:

Die Vertiefung der Bekau und des Mühlbachs, damit Ottenbüttel zur Hafenmetropole wird und die großen Pötte anlanden, ist nur ein Gerücht, dennoch haben die Ottenbütteler bei ihrem Faschingsball bewiesen, dass sie bestens „auf hoher See“ zu Hause sind. Im Saal von Stahfast waren gleich mehrere hochrangige Kapitäne, Meerjungfrauen mit ihrem Herrscher Neptun, Piraten und ihre Bräute, Leichtmatrosen und Smutjes anzutreffen. Selbst Kreuzfahrer, wie man ihnen nicht begegnen möchte, mit kurzer Hose, weißen Socken, Sandalen und obligatorischer Sonnenbrille, gaben sich ein Stelldichein. Da waren die Wikinger, die von der einst großen Seefahrernation zeugten, schon eher ein Hingucker. Durch das knapp dreistündige Programm führte „Piratin“ Kerstin Möller als Zeremonienmeisterin, die ihre liebe Mühe hat, die feierwütigen Gäste zur Ruhe zu bewegen. Die sieben Auftritte mit ihren mitreißenden Akteuren wurden bejubelt und DJ Andy Nier tat sein Übriges, um die Stimmung am Kochen zu halten. Den Auftakt machten Frank Sperber, Thomas Schönhoff und Jörg Runge als „Saunafreunde 09“ mit ihrem zehnten Auftritt. Wie in jedem Jahr gaben sie gesangliche Tipps, wie es mit der Partnerschaft klappen könnte. Kreuzfahrerin „Hanni“ alias Anja Formell berichtete aus ihrem Eheleben, das den Schwung eingebüßt hat und von ihren Urlaubserlebnissen: „Letztes Jahr war im Süden. Ich habe die falschen Sachen eingepackt: meinen Mann und die Kinder“. Mit solchen Sprüchen eroberte sie sich das Verständnis aller Frauen im Saal, wobei die Herren eher betreten dreinblickten, sich jedoch das Lachen nicht verkneifen konnten. Mara Bork, Christian Wulff und Malte Möller machten mit ihrem Auftritt klar, dass sie die „Dorfkinder“ sind. Großes Aufatmen gab es bei der Ankündigung, dass „Oma“ wieder mit von der Partie ist. Michael Stoldt verkörpert seit Jahren die Figur der Oma, die sich im Dorf und in der Politik gut auskennt und zu allem ihren Kommentar abgibt. Er wird flankiert von den Mitstreitern Malte Ahmling, Sarah Barret, Sarah Stoldt, Jan Volmert, Jan Lamaack, Jana Ehlers, Frederik Strauch, Ricarda Strauch, Corinna Stoldt, Tobias Freiberg und Jana Ehlers. Seit Jahren sorgt der „Schuppen Ottenbüttel“ für beste Unterhaltung in fantasievollen Kostümen. Nachdem „Oma“ im vergangenen Jahr auf Kur war, wurde sie nun als „Queen Mum of Ottenbüttel“ auf dem Surfbrett hereingetragen. Hauptthema war ein frisch angebrachtes Straßenschild, das den Spanner Weg, eine Straße in Ottenbüttel, zum FKK-Wanderweg ausweist. Dieser Scherz, den sich jemand erlaubt hatte, regte „Omas“ Fantasie sehr an. Inka Beu, Claudia Nier, Astrid Heidorn, Silke Kaspereit, Elfi Nahrwold, Lilia Saibel und Frauke Zeunert traten als „Acker Airlines“ auf und sorgten für Applaus. „Die Alten“ mit Ole Bünz, Hauke Maaß, Simon Vock, Inger Baack und Gritta Weingang brachten Schwung, denn sie kamen zwar am Rollator hereingeschlurft und wollten nicht mit Vicky Leandros nach Lodz, rockten aber mit Bill Haley „around the clock“ durch den Saal. Dabei konnte das Publikum nicht mehr auf den Plätzen bleiben und rockte mit. Den diesjährigen Hausorden bekam Frank Formell für seine Verdienste um die Ottenbütteler Homepage. Jochen Meier bedankte sich als Gildevorsitzender bei allen Akteuren.